Handelsrecht

Das Handelsrecht ist das Sonderrecht für Kaufleute, also solchen Unternehmern, die ein Handelsgewerbe betreiben und daher in den Anwendungsbereich des Handelsgesetzbuchs (HGB) fallen.

Das HGB modifiziert an vielen Stellen gesetzliche Regelungen des allgemeinen Zivilrechts zu Gunsten eines schnelleren und unkomplizierteren Warentransfers. Dies kommt in vielen einzelnen Vorschriften zum Ausdruck, die vom allgemeinen Zivilrecht abweichen. So können beispielsweise Bürgschaften, Schuldanerkenntnisse bzw. Schuldversprechen formlos abgeschlossen werden. Ferner hat ein Geschäftsbesorgungsunternehmer, der auf ein Vertragsangebot schweigt den Vertrag abgeschlossen, da Schweigen als Annahme des Angebots gilt. Darüber hinaus ist ein Verkäufer im Rahmen eines doppelseitigen Handelskaufes (der Käufer muss auch Kaufmann sein) berechtigt bei Annahmeverzug des Käufers die verkaufte Sache zu versteigern. Schließlich kann ein Handelskäufer seine Mängelgewährleistungsrechte verlieren, wenn er die gelieferten Waren nicht untersucht und bei Mangelhaftigkeit diese unverzüglich rügt.

Die vorstehenden Beispiele zeigen, dass das Handelsrecht von dem Grundgedanken getragen wird den Warenverkehr zwischen Kaufleuten unkompliziert und schnell zu gestalten.

Ferner sind im HGB einige typische Handelsgeschäfte gesetzlich geregelt, wie etwa das Speditions – und Transportrecht, das Recht des Handelsvertreters bzw. Handelsmaklers und das Recht des gewerbsmäßigen Lagerns.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass der heutige Warentransfer oft international erfolgt, sodass es unerlässlich ist als Vorfrage zu handelsrechtlichen Fragestellungen die Anwendbarkeit des deutschen Rechts anhand der Regelungen des internationalen Privatrechts zu prüfen.

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